Samstag, 13.03.2010

13.30Uhr – 15.30Uhr

Thomas Gehrig: Der Begriff der Arbeit bei Marx
In dieser einführenden Veranstaltung wird Thomas Gehrig den Begriff der Arbeit bei Marx entwickeln. Es wird kurz dargestellt welchen Stellenwert die Kategorie der Arbeit im Marxschen Werk besitzt und wie von dieser Grundlage aus eine Analyse der kapitalistischen Produktionsweise gedacht werden kann. Außerdem wird erklärt welches subversive Potenzial mit dieser Kategorie bei Marx verbunden ist und welchen Veränderungen diese Kategorie im Laufe der Entwicklung seines Werkes selbst unterworfen ist.

15.30Uhr – 16.00Uhr Pause

16.00Uhr – 18.00Uhr

Lutz Getzschmann: Arbeiterbewegung und Arbeitermarxismus
Nach dem Erscheinen von Marx Hauptwerk „Das Kapital“ gab es historisch immer wieder gesellschaftliche Protestbewegungen, die sich auf die ein oder andere Art und Weise theoretisch auf dieses Werk bezogen. In diesem zweiten Workshop wollen wir mit einer historischen Perspektive auf diese Bewegungen deren theoretische Grundlagen im Verhältnis zu ihrer Praxis nachvollziehen. Auch, um damit deren Schwachstellen (wie z.B. die Verherrlichung der Arbeit) und Scheitern im Nationalsozialismus besser beurteilen zu können.

18.00Uhr – 19.30Uhr Pause

19.30Uhr – 21.00Uhr

Autonome Antifa [f]: Staat.Nation.Kapital.Scheiße – Keinen Finger krumm für diese Gesellschaft
Auch aktuell spielt die Kategorie der Arbeit in der radikalen Linken eine bedeutende Rolle. Deshalb wollen wir vor dem Hintergrund der historischen und theoretischen Analyse die aktuelle Kampagne des UmsGanze…-Bündnisses zum den Begriff der Arbeit diskutieren. Nachdem die inhaltliche Stoßrichtung der Kampagne vorgestellt wird, soll hier Raum sein, um aktuelle gesellschaftliche Interventionsmöglichkeiten zu entwickeln.

Sontag, 14.03.2010

11.00Uhr – 13.00Uhr

Felicita Reuschling: Arbeit und Geschlecht
Auch wenn die Kategorie der Arbeit zentral für die Analyse kapitalistischer Herrschaft ist, so ist dennoch eine Vielzahl gesellschaftlicher Herrschaftsmechanismen mit ihr verbunden. In diesem Workshop wollen wir diskutieren, wie die Verbindung von Arbeit und Geschlecht für die Analyse des Kapitalismus zu denken ist. Jenseits von Trippel- oder Multi-Oppression-, oder Haupt-Nebenwiderspruchsmodellen, wird uns die Referentin hier eine Perspektive vorstellen, die die gemeinsame Genese von ökonomischer Herrschaft und Geschlechterverhältnis in einem dynamischen Verhältnis denken kann.

13.00Uhr – 13.30Uhr Pause

13.30Uhr – 15.30Uhr

Attila Steinberger: „Chancen erkennen, Herausforderungen annehmen“ – Leistungsideologien als Wohlstandsillusion.
In diesem Workshop wollen wir uns aktuellen Ideologien zur Kategorie der Arbeit widmen. Als zentral gilt hier aktuell „Leistung“ als Basis gesellschaftlicher Teilhabe. Die Leistung ist der Fixpunkt des individuellen Glücks, geht es nach den Ideologen der Marktwirtschaft. Dieser Wert entscheidet darüber, ob in einer Loft oder einer Wellblechhütte wohnt. Der Reiche hat sich seine Position durch Leistung verdient – Der Arme ist selbst für seine Armut verantwortlich. Wenn er Hilfe durch die „Gesellschaft“ bedarf, so muss er seine ständige Leistungsbereitschaft zeigen an seiner Situation aktiv mitzuarbeiten. Attila Steinberger von der Zeitschrift Krisis wird uns zeigen, wie solche Ideologien wirken und wie sie kritisiert werden können.

15.30Uhr – 16.00Uhr Abreise